Gartenkresse
Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine Kulturpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Ursprünglich stammt die Gartenkresse vermutlich aus West- oder Zentralasien, dort wächst sie auch heute noch in wilder Form.
Die Gartenkresse ist eine einjährige Pflanze. Auf einer langen dünnen Hauptwurzel wachsen verzweigte Stängel, mit fliedrig geteilten lappigen Blättern und kleinen weißen oder schwach-rötlichen Blüten.
Gartenkresse schmeckt roh verzehrt scharf. Der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was an den enthaltenen Senfölglykosiden liegt. Senfölglycoside sind schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen, die aus Aminosäuren gebildet werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe geben Gemüse wie eben Rettich und Senf, Kresse und Kohl den etwas bitteren Geschmack.
Gartenkresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Kalzium und Folsäure aus. Außerdem enthält sie Vitamin B. Leicht zu kultivieren, eignet sich Gartenkresse vor allem im Winter, wenn frisches Obst und Gemüse rar sind, zur Nahrungsergänzung. Man kann sie in einer Schale auf Küchenpapier anbauen und hat innerhalb kürzester Zeit Anbauerfolge, lange bevor im Frühling das erste Gemüse sprießt.
In den Lebensmittelhandel gelangen vorwiegend die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können.
In der Küche findet die Gartenkresse auf vielerlei Art Verwendung. Sehr gut eignet sie sich für Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Topfenbasis, und für Salate. Die Gartenkresse kann aber auch warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen, hervorragend ergänzen. Auch als Dekoration wird die Gartenkresse gerne verwendet. Sehr beliebt und ein echter Klassiker ist das Butterbrot mit gehackter Gartenkresse.
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